Sylvias Meckerecke
Das Gesetz , wir und
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Es ist Hochsaison, alles ist aktiv, die Geschäfte boomen, die Touristen strömen und
die Gesetzeshüter kassieren. Also eigentlich alles wie jedes Jahr, außer im letzten
Punkt. Ich habe unsere Polizei noch nie so aktiv erlebt! Eine Kontrolle jagt die Nächste,
die Zahlungsblöcke gehen aus und das Geld stapelt sich in der Wachstube, es ist fast wie
bei uns Zuhause. Autos, Motorräder liegen an der Kette, Helmlose Fahrer fluchen,
Polizisten trillern und pfeifen, es ist ein buntes Treiben!
Selbstverständlich sollen und müssen Gesetzesübertretungen geahndet werden, wir sind
dies alles ja aus Europa gewöhnt und es wurde auch jahrelang die hiesige
Gesetzlosigkeit" bemängelt, die ganze Geschichte hat nur zwei Haken:
Wohin wirklich mit all diesen Fahrzeugen? Auf der Patong herrscht mittlerweile
Parkplatzmangel, schlimmer als in vielen Städten Europas, vielfach durch die Tatsache
bedingt, daß jeder mit seinem Mietfahrzeug bis zum Restauranttisch oder zum Barhocker
fahren will, auch wenn es nur ein paar hundert Meter bis dorthin sind, andererseits werden
auch all diese Fahrzeuge zu diesem Zweck vermietet, aber kein Mensch dachte daran,
Parkraum zu schaffen! Es wurden mittlerweile die Straßen bemalt und Parkschilder
aufgestellt, nur vielen bleibt der Sinn dieser Schilder verborgen, heute links, morgen
rechts, Wechsel von einer Straßenseite zur anderen um 12 Uhr und schon ist der
Strafzettel + Kette da . Was jetzt, fragt sich der Tourist? Bezahlen, logisch, nur wie und
wo? Bei wem und wieviel? Hier fangen die Probleme an:
Wir sind es gewöhnt mit dem Strafzettel zur Bank oder Post zu gehen oder direkt beim
Polizisten zu bezahlen und genau dies ist hier unmöglich und damit kommen wir zum 2.
Haken:
Jeder muß seine Strafe in der Polizeistation zahlen, wenn man es weiß, nicht so
schlimm, aber die Meisten wissen es nicht und dazu kommen dann noch die Sprachbarrieren,
welcher Urlauber spricht schon Thai?
Aber keine Sorge, schon steht ein hilfsbereiter Taxifahrer da, spricht fröhlich
meimii banha" und bringt den Sünder zur Wache, zeigt ihm wo er zu zahlen hat
und führt ihn wieder zurück zu seinem Fahrzeug, welches per Funk wieder losgekettet
wurde, wenn nicht viel Betrieb in der Polizeistation herrscht und alle Beamten da sind,
ist die Angelegenheit in ein paar Minuten geregelt, höflich, freundlich und immer mit
einem Lächeln, in dieser Hinsicht könnten europäische Polizisten noch viel lernen,
besonders Höflichkeit!
Andererseits ist es natürlich mehr als lästig, wenn man einen halben Urlaubstag in
der Polizeistation verbringt, weil gerade Hochbetrieb herrscht, zuwenig oder gar kein
Beamter (er ist beim Essen, Duschen etc.) da ist, aber auch dies wird alles noch
akzeptiert, unter dem Motto Beamte sind nun mal so und dies weltweit".
Was wirklich Unverständnis auslöst sind großteils die Preise der Tuk Tukfahrer, da
diese je nach Lust und Laune und Tageszeit, ganz gewaltig variieren, besonders nach
Sonnenuntergang und da sie wissen, man ist auf sie angewiesen, verlieren viele der Fahrer
die Höflichkeit, welche man von Thais normalerweise gewöhnt ist.
Ich werde oft gefragt, ob Polizei und Taxis zusammenarbeiten und dies in der Absicht
geschieht, die Leute auszu-nehmen. Ich weiß es nicht, aber ich glaube diese
Zusammenarbeit" entwickelte sich durch das System zufällig und unsere Tuk
Tukfahrer sind ein ganz eigenes Kapitel für sich, über welches niemand glücklich ist,
weder Thai noch Tourist oder Expat.
Um solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, kann ich nur jeden raten, laßt abends Eure
Fahrzeuge im Hotel und verbindet Euren Resaurant- oder Barbesuch mit einem Spaziergang,
damit würden sich viele Probleme ganz von selbst lösen und Ärger und Aufregung
vermeiden.
In diesem Sinn wünsche ich Allen einen ungestörten Urlaub!
Eure Sylvia
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