Köstlichkeiten vom
italienischen Chefkoch des Jahres 1998

Da wir in der Februarausgabe der Phuket Aktuell den italienischen Chefkoch des Jahres 1998, Antonio Genovese angekündigt haben, der im Le Royal Meridien Phuket Yacht Club eine Woche lang seine Kochkünste zum besten gab, entschlossen wir uns zu einem Besuch des „The Regatta Restaurant". Italienische Spezialitäten waren angekündigt worden und ein Blick auf die Speisekarte überzeugte uns, das wir im „The Regatta" neue Einblicke in die Küche Italiens bekommen würden.

Das Restaurant selber liegt an der dem Ufer zugewandten Seite des Hotels und ist nach zwei Seiten vollständig offen und bietet damit eine gute Aussicht auf das Meer. Dazu sind gemütliche Tische für zwei Personen vor dem Restaurant aufgestellt, die eine noch bessere Aussicht auf das Meer und die Bucht von Nai Harn zulassen. Im Restaurant selber finden sich größere Tische, der größte ist erst mit 10 Personen so richtig ausgelastet. Ob also für ein gemütliches Dinner zu zweit oder im Kreis der Freunde, das passende findet sich auf jeden Fall. Auch das Kerzenlicht fehlt nicht auf den Tischen und im Hintergrund spielt ein Musiker passende Stücke auf einem Klavier. Doch jetzt waren wir erst einmal gespannt, was Antonio Genovese, italienischer Chefkoch des Jahres 1999, auf den Tisch zaubern würde.

Als Vorspeise bestellten wir ein Carpaccio di Tonno al Naturale con Crosta di Patate e Bianchetti, Insalata di Calama-retti al Profumo di Arancia, also ein Thunfisch Carpaccio mit Tintenfischsalat und Filetto D‚Agnello al Pepe Verde, Vinaigrette alle Olice nere e Pomodori Fondenti, mariniertes Lammfilet mit grünem Pfeffer gewürzt, schwarze Oliven Dressing und Tomaten Fondant. Bevor jedoch die bestellten Speisen serviert wurden, trugen die Kellner erst einmal Weißbrot und Butter auf, sowie eine kleine Portion Kalbs Carpaccio, um auf die kommenden Genüsse einzustimmen. Nach einer kleinen Weile, die wir uns mit dem Verzehr des Appetithappens und einem guten Gläschen Wein verkürzten, wurden die beiden Vorspeisen serviert.

Schon die Dekoration der Teller und die Art und Weise, wie die Speisen darauf angerichtet waren, ließen uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. War schon das Kalbs Carpaccio exzellent, so mundeten die Vorspeisen genauso gut. Das Thunfisch Carpaccio schmeckte selbst unserem Nichtfischesser trefflich und das marinierte Lamm war ein Gedicht. Extrem zartes Fleisch, durch das marinieren angenehm im Geschmack und hervorragend ergänzt durch das Olivendressing machten sie Appetit auf mehr, was ja auch die Aufgabe der Vorspeisen sein soll. Doch Vorsicht, die Portionen sind so reichlich bemessen, daß die kleinen Esser am besten nach der Hälfte aufhören und noch Platz lassen für die folgenden Gänge.

Während das immer aufmerksame Personal die Teller abräumte und die geleerten Weingläser auffüllte warteten wir auf den nächsten Gang. Bestellt hatten wir Ravioli di Melanzane e Caciotta con Fondente di Pomodori e Rucola, Hausgemachte Ravioli mit Caciotta Käse und Salat, dazu noch eine Rinderlende mit einer Mischung aus Knochenmark und Schinken überbacken, oder wie es in der Speisekarte geschrieben stand: Filletto di Manzo in Crosta di Midollo e Pancetta Gratin di Zucca in Millefoglie di Patate. Auch hier hatte sich das Küchenpersonal wieder viel Mühe mit der Dekoration der Teller gemacht und zeigte deutlich die leitende Hand eines Meisterkochs.

Wer ein Fan von Ravioli ist, sollte sich auf jeden Fall die Mühe machen, und das „The Regatta" besuchen. Der Geschmack deutete wirklich auf hausgemachtes hin und die Runde der Esser leerte die Teller in überraschend kurzer Zeit. Wenn alle am Tisch ins Essen vertieft sind und sich nicht unterhalten, ist das, glaube ich, eines der besten Komplimente, die man dem Koch machen kann.

Die Lende war ebenfalls vorzüglich, wenn auch ein bißchen zu sehr durch. Bestellt wurde raw, aber der Anschnitt zeigte uns, daß medium wohl die bessere Bezeichnung gewesen wäre. Aber bei einer Speise, die im nachhinein noch überbacken wird, in diesem Fall mit der Knochenmark/Schinken Mischung, ist es relativ schwer, das Fleisch wirklich auf den Punkt zu bekommen. Dem Geschmack tat es keinen Abruch, auch hier wieder war einheitliches kauen der ganze Kommentar, der während dem Essen viel.

Gewieft durch jahrelange Praxis hatten wir uns noch einen kleinen Platz für das Dessert gelassen. Den Abschluß des Abendessens bildete ein Amaretto Sorbett und eine Apfel Calvados Creme. Beide Nachspeisen sehr leicht und genau das richtige nach den opulenten Speisen. Mit dem dezenten Geschmack und der sehr sparsamen Verwendung von Zucker bildeten sie einen wahrhaft köstlichen Abschluß.

Das „The Regatta" zählt auf jeden Fall zu der gehobenen Preisklasse bei Restaurants hier auf Phuket. Die Ravioli waren mit 390 Baht die billigste Speise auf der Karte und das teuerste Gericht ist eine Vorspeise, die mit 1.100 Baht zu Buche schlägt. Im Durchschnitt liegen die Mahlzeiten bei 600 - 700 Baht pro Portion. Serviceleistung und die Qualität der Speisen stehen aber auf jeden Fall in Relation zu den Preisen.

Das „The Regatta Restaurant" finden Sie im „Le Royal Meridien Phuket Yacht Club" am Nai Harn Beach, einer der südlichsten Strände der Insel Phuket. Wenn Sie mit einer größeren Gruppe essen gehen wollen, so empfiehlt es sich, vorher einen Tisch reservieren zu lassen. Den „Le Royal Meridien Phuket Yacht Club" erreichen Sie unter folgender Telefonnummer: (076) 381 156-163


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